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09.12.2009, 12:20

Live Mischen mit Gehörschutz

Hi,
ich wollte mal wissen wie eure Meinung zu Tontechnikern ist, die bei ihrer Arbeit am Mischpult einen Gehörschutz tragen. Ich meine dabei aber keinen billigen Industrie Gehörschutz aus dem Baumarkt, sondern einen individuell vom Hörgeräteakustiker angepassten Gehörschutz.
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20.12.2009, 20:52

Hi Student,

ich selbst werde oft gefragt wie ich den mit meinem angepassten und Frequenzmäßig (sehr) linearen Gehörschutz von Elacin (15dB Filter) Konzerte mischen kann.

1. Sollte man vermeiden Konzerte so laut zu mischen, dass man überhaupt einen Gehörschutz benötigt!!!

2. Sollte man doch gezwungen sein sich Schützen zu müssen, dann aufgrund der Zeitkonstante die man am FOH oder Monitorplatz verbringt um einer andauernden Belastung entgegenzuwirken.

3. Klanggestaltung IMMER ohne Gehörschutz. Solange du an EQing, Dynamics und FX rumschraubst und Kanäle in eine entsprechendes Lautstärkeverhältnis setzt, immer OHNE Gehörschutz arbeiten!

4. Wenn der Sound einmal steht und du zufrieden bist (und nicht nur schnell nen Kompromiss eingehst) kannst du in Ruhe deinen GUTEN und möglichst linearen Gehörschutz anlegen und leichte Features von Solisten oder anderen Signalen vornehmen.

5. Bei jedem neuen Soundcheck und bei wichtigen klanglichen Veränderungen IMMER den Gehörschutz entfernen.


Wichtig ist auch darauf zu achten dass nicht nur der Frequenzgang möglichst Linear ist, sondern auch die Absenkung nicht besonders groß ist. 6, 9 oder 12dB reichen für gewöhnlich schon aus um angenehmeres Arbeiten zu gewährleisten.
Je größer die Absenkung, desto weiter ändert sich (trotz sehr linearem Frequenzgang bei teurem Gehörschutz) die psychoakustische Wahrnehmung verschiedener Frequenzen (siehe Fletcher Munson Skala).

Beste Grüße, Czebo
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30.12.2009, 14:45

hallo.
ich nutze seit 12 jahren einen Ealcin gehörschutz (so langsam fällt er auseinander :D )
mittlerweile habe ich mich mit den 9dB-filtern angefreundet, die für mein gefühl einen sehr guten kompromiss aus klang und dämpfung bieten.
mischen kann ich damit allerdings nicht, obwohl ich es wirklich probiert habe.
zwei wichtige gründe:
1. ist auch damit eine deutliche klangänderung wahrnehmbar (nur natürlich lange nicht so schlimm wie bei normalen ohrstopfen)
2. hat man kein gefühl mehr, ob es jemandem ohne gehörschutz "weh tut"

die teile nutze ich sehr gerne als zuhörer auf veranstaltungen, wo es mir zu laut ist.
oder wenn nach dem livemix nocht ein Dj sein können beweisen muss... 8)
sie lassen sich stundenlang angenehm tragen.

zum mischen halte ich sie persönlich für ungeeignet, es sei denn man macht es so wie mein vorschreiber, der sie quasi zur schadensbegrenzung einsetzt. ich versuche aber jeden song immer etwas anders zu mischen, so das diese methode für mich (leider) nicht in frage kommt.
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10.02.2010, 17:57

hey hey,

also beim Soundcheck habe ich nie ein gehörschutz auf, allerdings wie mein Vorschreiber, ist bei mir oft ein DJ nach dem Liveakt, un dwie DJ's halt so sind muss alles immer rot sein... unterm strich:

es ist immer gut was für die Ohren dabei zuhaben, aber nur wenns wirklich notwendig is auc tragen. beim Mischen ist es für mich ein No Go!

<grüße
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