V.E.R.A.

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1

01.04.2009, 09:43

wenn es denn dann unbedingt LED sein muß !!!!!

LED. das leidige Thema bei immer mehr Veranstaltungen. Alle schauen auf´s Geld und Jeder versucht, wo immer es geht zu sparen. Mein letztes Erlebniss bei einer 500 Personen-Veranstaltung war "Bezeichnend" für diese Situation:

Mein Lichttechniker kam mit dem obligatorischen 64A Verteiler in der Hand auf den Hausmeister zu und dieser bekam Augen wie das Äffchen in der ARAG Werbung. Da gab es doch tatsächlich für Drehstrom (und NUR für Drehstrom) einen Anschluss mit Zwischenzähler und notiertem Zählerstand. Die Schukos in dem Saal waren allesammt ohne Zwischenzähler; und durften von uns auch nicht benutzt werden. Aber das ist ja eh besser.

Nur der Kommentar,: "Wir dürften im Verlauf dieser Veranstaltung max. 5Kw verbrauchen, darüber wird in Rechnung gestellt" hat mich schlicht aus den Schuhen gehoben.

Von Kollegen habe ich erfahren, das immer mehr Veranstaltungszentren solche Verträge mit Veranstaltern schließen. Im Sinne des Umweltschutzes ja auch überhaupt keine Frage. Auch unser Berufsstand sollte sich mit diesem Thema beschäftigen.

Also heißt die Lösung dann LED Technik in jedem Bereich der Lichttechnik. Bei den PAR-Can´s geht die Entwicklung ja ganz ordentlich voran... so Ordentlich, das bald keiner mehr weiß, was denn (Modelltechnisch) nun wirklich Sinnvoll ist.

Angefangen bei den PAR56 RGB LED für schlappe 39.- Euro mit dementsprechend schlappem Ergebniss, bis hin zu PAR64 3W RGB-LED Multichip für sagenhafte 275.- Euro mit vergleichbarer 300W Glühlampenleistung. Nur wer zahlt diese EK Differenz? Über Erfahrungen von Euch würde ich mich sehr Freuen.

Weiter mit Heads und Scannern: Was hier z.Zt. mit LED Technik angeboten wird, müsste meiner Meinung nach unter Strafe gestellt werden!!! Diese Geräte halten doch keinem Vergleich mit herkömlichen 575er Entladern, ja nicht einmal mit 250er Entladungslampen stand. Eine lakonische Antwort aus einem Musikhaus in Burgrehbach kam hierzu mit folgender Aussage:

Dann nehmen Sie doch zu den LED-Heads noch die günstigen LED Par56er und dann stimmt das Verhältniss zueinander wieder. Hmmmm.... Irgendwo hatte der Typ ja Recht.... nur leider gleicht die Bühne dann gegenüber der konventionellen Saalbeleuchtung, die dann natürlich nicht dimmbar ist, eher einer bunten Billigdiscothek aus den frühen 80ern.

So.... jetzt bin ich meinen Frust mal an richtiger Stelle losgeworden und hoffe auf viele Reaktionen, Erfahrungen und Vorschlägen von Euch, die mir helfen, mein Lichtequipment, gemessen am Bundesdurchschnitt korrekt zu vermieten.... wenn es denn dann unbedingt LED sein muß....
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2

02.04.2009, 14:56

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Da es im Endeffekt alles sichtbares Licht ist, sollte der Farbeindruck eine Frage der Mischung sein.

Der höhere Einkaufspreis der LED-Fixtures sollte sich durch eine weitaus höhere Lebensdauer, geringerem Wartungsaufwand und geringeren Stromkosten amortisieren. Theoretisch sollte ein LED-Fixture ohne Lichtquellen-Wechsel seine Lebensdauer beenden. Somit entfallen die Kosten für neue Brenner, die Verwertung der Alten, das Wechseln des Brenners sowie die Beschaffung und Lagerung der Ersatzbrenner.

Auch das geringere Gewicht sollte zu Kosteneinsparungen führen:
- geringere Traglasten
=> geringere Riggdimensionierung und geringeres Riggingequipment + geringeren Strombedarf der Motoren
- geringeres Stromequipment aufgrund geringeren Strombedarfs
=> geringere Transportkosten



Vergleich von >GLP Impression< und >Martin Mac 600< (Lichtleistung des >Impression< nach GLP vergleichbar mit einer 575W Entladungslampe):

Mac600: 25kg, ca. 700W
Impression: 7,5kg, 350W

Wobei der Gewichtsfaktor und die Stromaufnahme mit dem Fehlen von Effekten und optischem System beim >Impression< etwas relativiert werden muss.

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V.E.R.A.

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3

03.04.2009, 09:02

Günstiger ist Toll.... aber für Wen ?

Das mit dem Amortisieren ist ohne Frage der "Eyecatcher" in der Werbung für LED´s.

Aber doch nur im Bereich der Festinstallation. Im Verleih ist es "üblicherweise" egal was da an Strom verbraucht wird.

Ich frage mich, ob ich einen Satz LED PARs (sagen wir mal 3x 6er) nun auch teurer vermieten kann als vergleichbare Konventionelle ?

Oder wie mach Ihr das? ?(
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4

03.04.2009, 11:37

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Der Stromverbrauch könnte zum Thema werden, wenn es wirkliche, effizientere Alternativen zu den Gasentladungslampen gibt. Ansonsten ist eben die Gasentladunsglampe die effizienteste Variante.

Ein höherer Verleihpreis ist nicht gerechtfertigt, da die (Transport-), Wartungs- und Brennerkosten im konventionellen Verleihpreis, aus meiner Sicht, eingeschlossen sein sollten. Hier sollte man mit den LEDs Einsparungen machen, die, bei gleichem Verleihpreis, die höheren Investitionskosten decken, wenn nicht sogar übersteigen. Und der Kunde spart Stromkosten, (und Transportkosten).
Den Gedanken fortführend könnte man eventuell sogar die LEDs günstiger anbieten, um die Verwendung weiter zu begründen, da sie langfristig kostengünstiger sind (niedrigere Betriebskosten).

In der Praxis muss man dies mit Sicherheit durchrechnen um diese Theorie zu bestätigen.





Der Vergleich der Beleuchtungsstärke ist problematisch, da LEDs 100%iges z.B. Blau abstrahlen (monochromatisch), hingegen wird bei Gasentladungslampen-Fixtures, das 100%ige Blau, das gemischt wird, durch das abgestrahlte Farbspektrum der Gasentladungslampe verfälscht. Das Blau der Gasentladungslampen-Fixtures erscheint heller. Somit müsste man das Blau der LED-Fixtures mit den beiden anderen Farben „aufhellen“ um es vergleichbar zu machen.
Dem LED-Licht müssen die gleichen Farbanteile beigemischt werden, die die Gasentladungslampe abstrahlt. Der Farbwert auf der beleuchteten Fläche muss identisch sein. Ebenso der Abstrahlwinkel.

Im Endeffekt müsste man die benötigte Leistung bei gleichem erzeugten Farbwert, gleicher Beleuchtungsstärke und gleichem Abstrahlwinkel messen.


Praktisch gesehen geben nun die roten und grünen LEDs auch Licht ab (wenn auch nur mit geringer Leistung) womit mehr Licht erzeugt wird.

Der Farbwert des emittierten Lichtes eines LED-Fixtures bei z.B. 100% Blau, entspricht nicht dem emittierten Farbwert eines Gasentladungslampen-Fixtures bei einer Ansteuerung von 100% Blau.


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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »eventdspor« (06.04.2009, 01:02)

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5

17.09.2009, 17:43

Ein sehr dankbares Thema finde ich. Erstaunlich wie wenig kontrovers es diskutiert wird

Es hat ja schon eimal eine "Revolution" bei den Beleuchtungs-Apparaturen gegeben.
Damals wurde von reinem PAR-Glühlicht auf die heute noch angewendete Mischung aus Scheinwerfern bestückt mit Glüh- und Gasentladungslampen umgestellt.
Immerhin konnte damit die aufgenommene Leistung die typischerweise im Megawatt-Bereich (nur für Licht!!!!) lag, auf einige 100 KW gedrückt werden.

Die nächste Revolution steht zwangsläufig vor der Tür. Der 1. Sept. diesen Jahres war in der EG bekanntlich der Startschuss für einen Prozess, der Edisons tolle Erfindung langsam aber sicher in Museum abschieben wird.

Ich hoffe mal, man verabschiedet sich damit auch vom Leuchtendesign im Stil der guten alten Kanne. Diese (womöglich noch als Longnose) mit LED Array ganz vorne drin sieht wirklich zum davon rennen aus. ;)

Das LED Licht finde ich noch reichlich gewöhnungsbedürftig. Insbesondere, da bislang die wenigsten LED Scheinwerfer die Einzelfarben mischen bevor sie das Licht abgeben.
Auch bin ich der Meinung, dass LED-Beleuchtung keineswegs so effizient ist, wie die Hersteller dies immer beteuern.

Einfach gruselig die Vorstellung, dass wir in Kürze SMD-LED bestückte Kerzen-Lampen in unsere "Kronleuchter" schrauben müssen.
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6

17.09.2009, 18:21

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Nachdem der Wahrheitsgehalt der Werbung angezweifelt wurde, ist jetzt die Presse dran:

Veranstaltungstechniker.de/BranchenNews: impression beleuchten Kultfestival in Roskilde

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7

18.09.2009, 00:09

Die Impression sind Hammerteile ganz ausser Frage. Als ich die zu ersten mal gesehen habe, war ich ganz aus dem Häuschen wegen dem DESIGN.

Allerdings der Verbrrrrauch: Der kleine verheizt 350VA und ersetzt sagen wir mal 'ne 500W Kanne. Der grosse verheizt 1200VA !!!!

Man spart hier natürlich durch die massive Verringerung der Anzahl der Leuchten, eben aufgrund deren Multifunktionalität.
Also ein Rigg mit ehedem sagen wir mal 30 PARs wird ersetzt durch 10 Multifunktionsscheinwerfer.

LED Leuchtstofflampen Replacement ist zum Beispiel ein ziemlicher Unfug.

Das Glüh-PAR Geleucht wird sicherlich über kurz oder lang ersetzt sein. Aber möglicherweise nicht unbedingt nur durch LED-Technik sondern auch durch High Performance Leuchtstofflampen oder Induktionslampen mit nachgeschaltetem Dicro Farbmischwerk.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »digitalpirat« (18.09.2009, 00:18)

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8

18.09.2009, 09:56

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"Man spart hier natürlich durch die massive Verringerung der Anzahl der Leuchten, eben aufgrund deren Multifunktionalität.
Also ein Rigg mit ehedem sagen wir mal 30 PARs wird ersetzt durch 10 Multifunktionsscheinwerfer."


Ohne Gleichzeitigkeitsfaktor wäre es ein Argument, wenn das Rosklide bisher nur mit konvetionellem Licht gearbeitet hätte.
... Muß man heute nicht eigentlich schon MovingLights und Gasentladungslampen als konventionell betrachten? Somit müsste der Satz korrekt lauten:
Ohne Gleichzeitigkeitsfaktor wäre es ein Argument, wenn das Rosklide bisher nur mit PAR-Scheinwerfern gearbeitet hätte.
[size]



"Allerdings der Verbrrrrauch: Der kleine verheizt 350VA und ersetzt sagen wir mal 'ne 500W Kanne. Der grosse verheizt 1200VA !!!!"

Bei der Vergleichsbetrachtung wurde berücksichtigt, dass der Impression ein Wash-Light und der Longnose-PAR im Prinzip ein Spot ist? Ebenso muß die Farbtemperatur des Impression angepasst werden.

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eventdspor« (21.09.2009, 09:37)

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9

20.11.2009, 12:02

Gesamt Effizienz von LED Leuchten

Als Ingenieur bin ich, neben absoluter Begeisterung für alles technisch Innovative, allerdings auch mit einer ziemlich Skepsis bestückt, was die angeblichen Vorteile des "NEUEN" angeht.

Da aber inzwischen LED Leuchten sogar für Verkehrsflächenbeleuchtung in Serie gefertigt werden, beuge auch ich mich der Feststellung, dass der ökonomische Wirkungsgrad (Anschaff-, Betriebskosten, Lebensdauer) einer LED-Leuchte inzwischen höher sein muss, als der einer herkömmlichen, mit Gasentladungslampe bestückten, Leuchte.
Pilotprojekt LED Beleuchtung

Da sich die VA-Technik für Ihre Einsatzzwecke nunmal in der Industrie bedient, denke ich, dass auch hier über kurz oder lang kein Weg mehr an der LED vorbeiführt.
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10

20.11.2009, 12:42

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Hallo digitalpirat,

es gibt mit Sicherheit nicht viele Branchen in denen sich ein Ingenieur "digitalpirat" nennt. In welcher Fachrichtung hast Du Dein Ingenieur?

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11

20.11.2009, 13:08

:) :) :)

Der erste, der mich das endlich mal fragt...

Also ich habe vor Äonen DAS studiert (technische Informatik), das Leute meines Schlages befähigt hat, dass aufzubauen, was man als moderne IT so kennt.

Aufgrund extrem unleidlicher Erfahrungen mit deutschen Führungskräften (-> führende Nullen) bin ich beruflich etwas ausser Tritt geraten und bin im Moment so eine Art "freischaffender Überlebens Künstler"
Wobei es mehr ums Überleben als ums künstlern geht. Ich bin mir selbst für aller-popeligste Stagehand Jobs nicht zu schade.
Bin aber dennoch dreist genug, beispielsweise die Agentur i-Motion regelmässig anzuschreiben und denen mit kompletten Konzepten für die Detail Gestaltung ihrer Events (Nature One und co. zu kommen).
Und fange natürlich stets freundliche Ablehnungen.

Meinen Nickname, den ich übrigen in allen 5000 Foren dieser Welt verwende, in denen ich angemeldet bin und auch schreibe, ist auf mein recht rebellisches Wesen zurückzuführen.
Ganz ehrlich, ich habe z.B. auch die "Piraten Partei" gewählt und bin dort auch als "Schinderhannes" als mein zweites ich registriert.

Ich schreibe mich um Kopf und Kragen und halte Hollywood, Sony Music und BMG und wie sie alle heissen für eine "Verbrecher Bande".

Ich denke DASS war erschöpfend, oder?

Ach so und ich habe, glaube ich, noch nie eine DVD kopiert. Wozu auch, Amazon hat so viele, die verkaufen die sogar! ;)
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12

30.01.2010, 23:08

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Da es im Endeffekt alles sichtbares Licht ist, sollte der Farbeindruck eine Frage der Mischung sein.

Der höhere Einkaufspreis der LED-Fixtures sollte sich durch eine weitaus höhere Lebensdauer, geringerem Wartungsaufwand und geringeren Stromkosten amortisieren. Theoretisch sollte ein LED-Fixture ohne Lichtquellen-Wechsel seine Lebensdauer beenden. Somit entfallen die Kosten für neue Brenner, die Verwertung der Alten, das Wechseln des Brenners sowie die Beschaffung und Lagerung der Ersatzbrenner.

Auch das geringere Gewicht sollte zu Kosteneinsparungen führen:
- geringere Traglasten
=> geringere Riggdimensionierung und geringeres Riggingequipment + geringeren Strombedarf der Motoren
- geringeres Stromequipment aufgrund geringeren Strombedarfs
=> geringere Transportkosten



Vergleich von >GLP Impression< und >Martin Mac 600< (Lichtleistung des >Impression< nach GLP vergleichbar mit einer 575W Entladungslampe):

Mac600: 25kg, ca. 700W
Impression: 7,5kg, 350W

Wobei der Gewichtsfaktor und die Stromaufnahme mit dem Fehlen von Effekten und optischem System beim >Impression< etwas relativiert werden muss.

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Bei LED-Leuchten kommt ein neuer Gewichtsfaktor dazu.
LED-Strahler benötigen ein Wärmemanagement zur Ableitung der in der LED-erzeugten Wärme.
Das können dann schon mal ein korpulenter Kühlkörper sein.

Aber eben dann aus Alu und nicht aus Stahl, wie die Hanteln im Fitness-Studio ;)
Tom Reichelt
Entwicklung u. Projektmanagement
www.weber-led.de
LED-Straßenleuchten
weberLED GmbH
88239 Wangen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TomLED« (31.01.2010, 12:03)

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13

30.01.2010, 23:21

Als Ingenieur bin ich, neben absoluter Begeisterung für alles technisch Innovative, allerdings auch mit einer ziemlich Skepsis bestückt, was die angeblichen Vorteile des "NEUEN" angeht.

Da aber inzwischen LED Leuchten sogar für Verkehrsflächenbeleuchtung in Serie gefertigt werden, beuge auch ich mich der Feststellung, dass der ökonomische Wirkungsgrad (Anschaff-, Betriebskosten, Lebensdauer) einer LED-Leuchte inzwischen höher sein muss, als der einer herkömmlichen, mit Gasentladungslampe bestückten, Leuchte.
Pilotprojekt LED Beleuchtung

Da sich die VA-Technik für Ihre Einsatzzwecke nunmal in der Industrie bedient, denke ich, dass auch hier über kurz oder lang kein Weg mehr an der LED vorbeiführt.


Danke für die Frage nach der Effizienz von LED-Technologie.

Ein Thema, welches immer als supertolles Leistungsmerkmal dieser neuen Technologie dargestellt wird.
Nur eben in der Form mal Äpfel, mal Birnen und der Verbraucher kauft nur Obst.

Ein Beispiel:
Die Effizienz, auch Lichtausbeute genannt, errechnet sich aus abgegebenen Lichtstrom geteilt durch Leistungsaufnahme.
Doch nun die Gretchenfrage - Welcher Lichtstrom ? Welche Leistung ?
Beispiel Apfel-Hersteller:
  • Lichtstrom errechnet sich aus: Anzahl LED * Lichtstrom je LED, entsprechend LED-Datenblatt
  • Leistungsaufnahme errechnet sich aus Anzahl LED * 1W je LED

Beispiel Birnen-Hersteller: Kalkuliert systembedingte Verluste mit ein:
  • Lichtstromreduzierung in Abhängigkeit der Betriebstemperatur (Datenblattangabe bezieht sich nur auf 25°C), (5 - 20 %),
  • Transmissionsverluste im Abdeckglas (2 - 10%)
  • Verluste im LED-Treiber (Konstantstromquelle, 5 - 20%)
  • LED-Leistung (bei normaler Bestromung von 350mA) streut mit der Durchlaßspannung (1,05 - 1,3 W)
  • ggf. Verluste in Optiken oder Reflektoren, soweit eingesetzt.
So wird dann aus der Lichtausbeute der reinen LED mit z.B. 110lm/W nur noch ggf. 60 lm/W Systemlichtausbeute.

Bei teuren Produkten sollte ein Laborbericht beiliegen. Hier wird real gemessen.

Vorsicht also beim Kauf von tollen LED-Artikeln. Viele der Produkte, sind nicht wirklich effizient.
Meist fehlen detailierte Angaben vollständig. Ein Qualitätsurteil ist bei 90% der zur Zeit angebotenen Produkte nicht wirklich möglich.

Das soll jedoch nicht heissen, dass es gute Produkte gibt. Echte Systemlichtausbeuten sind zur Zeit (Jan2010) ab 75lm/W möglich.
Ab ca. März 2010 dann >85lm/W. Das wird dann richtig gut.
Und um diese Aussage auch wieder nachvollziehbar zu machen: (gilt für Umgebungstemperatur < 25°C)

Weitere Infos (z.B. Angabe der Lebensdauer etc.) findet ihr in den Artikeln:
Stolperfallen beim Leuchtenvergleich
oder
Licht-Technik-Wissen
Tom Reichelt
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